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Der Hof und seine Geschichte

Ein für die Stadtgeschichte besonderes Denkmal ist der Dreiseithof in Gröditz. Das zum Objekt gehörende und 1823 erbaute Wohnstallhaus ist zudem das älteste noch erhaltene Gebäude des Stadtgebietes.

Bei der Hofanlage handelt es sich um einen für die Region typischen Dreiseithof, dessen Wohnstallhaus, Seitengebäude und Scheune mit Vorgarten, Torpfeilern und Einfriedung als Kulturdenkmal klassifiziert sind.

Das Haus  wurde 1823 von Johann Gottfried Richter erbaut. Der Dreiseitbauernhof entstand als Fachwerkhaus auf der Dorfstraße. Im Jahr 1885 wurde an das bereits bestehende Auszugshaus ein massives Stallgebäude angebaut. Zu diesem Zeitpunkt war das Auszugshaus mit Stroh eingedeckt. Das Backhaus befand sich an der hinteren Giebelseite  des Auszughauses. Mit einem Neubau im Jahr 1902 wurde das Haus mit Backofen im Inneren (an heutiger Stelle) und neuer Dacheindeckung mit Schiefer errichtet. Neben dem Hofeingang entstand 1908 ein Brunnen aus Zementringen, der zum Wasserschöpfen genutzt wurde.

Die Scheune sowie teilweise auch die Stallungen am Auszugshaus wurden durch einen Brand  am 20. Juni 1909 völlig zerstört. Der Wiederaufbau der Scheune und Neubau eines Wagenschuppens zwischen Fachwerkhaus und Scheune erfolgte bis 1910.

Bereits im Jahr 1921 wurde eine Windturbine mit einem 18  Meter hohen Eisenturm auf dem oberen Scheunenbalken montiert. Sie diente zur Erzeugung von Elektroenergie und wurde bis 1941 genutzt. Die Windturbine wurde im Jahr 1944 demontiert und verkauft.